Manueller F-Type: Jaguars Liebesbrief – Teil 1

Der Jaguar F-Type schlug ein wie eine Bombe. Das sollteA�er auch. Als offizieller Nachfolger des legendA�ren E-Types (1961 – 1974) musste er unweigerlich in die FuAYstapfen eines Meilensteines der Automobilgeschichte treten. Auch dieser lieAY bei seiner Neuvorstellung, auf dem Genfer Auto-Salon am 15. MA�rz 1961, die Welt zum Stillstand kommen. Wir reisen zurA?ck in diese Zeit. Es muss damals unvorstellbar gewesen sein, diese Formen von beinahe absurder SchA�nheit und Proportionen schierer Perfektion so unerwartet zu Gesicht zu bekommen. SchA�nheitsempfinden wurde damalsA�durch die EnglA�nder A?ber Nacht neu definiert. Schon wA�hrend der PrA�sentation des E-Types A?berschlugen sich die Bestellungen gut betuchter Autoliebhaber. Das war kein Wunder, schlieAYlich kostete der E-Type damals nur 2089 Britische Pfund. Ein vergleichbarer Ferrari schlug mit dem Dreifachen zu Buche, und war ganz nebenbeiA�bei WeitemA�nicht so performant wie die Raubkatze aus Coventry. Das durchschnittliche Haus kostete damals A?brigens rundA�2.500 Britische Pfund. Haus oder Jaguar – Der Stoff fA?r einen Ehestreit der 60er. Um ausfA?hrlichere Informationen zu lesen, kA�nnen Sie auf diese Seite schauen.

Unbestreitbar, ob in Kreisen des Automobiljournalismus oder einfachA�unter Menschen mit zumindestA�rudimentA�rem Sinn fA?r A�sthetik, der E-Type ist eines der formschA�nstenA�Autos die jemals geschaffenA�wurden. Selbst Enzo Ferrari lieAY bei Jaguars A�Vorstellung des E-Types verlauten, dass dieser A�”Das schA�nste Auto das jemals gebaut wurde” sei. Lob kann schlichtweg von keiner hA�heren Stelle kommen und lA�sst die AusmaAYe des Erbes erkennen, das der neue F-Type antritt. Optisch schafft der Neuling den Spagat zwischen IdentitA�t zum GroAYvater und aktueller Jaguar Designlinie. Er ist somit tatsA�chlich eines der ansehnlichsten Fahrzeuge die in den letzten Jahren das Licht der Welt erblickten. Dabei vergessen wir auch den Mitbewerber 4C aus dem Hause Alfa Romeo nicht. Abzuwarten bleibt, wie gut der F-TypeA�altern wird.

Ein weiteres definierendes Merkmal des E-Type war sein unbeschreiblicher – fast schon unartiger – Klang unter Motorlast. Er war laut, tiefstimmig und hatte eine unverkennbare COA?-Note am wohlgeformten Heck. Auch den GesangA�muss der Nachfolger also zumindest wA?rdig imitieren kA�nnen. Vom Preisniveau her ist der F-Type am ehesten mit dem 911er Porsche vergleichbar. Auch dieser hat einen sehr eindeutigen, charakterstarken Motorsound der bei jedem GasstoAY “Lust auf mehr” dem Suchtzentrum im Kopf aufdiktiert.
Nehmen wir an, der 911er verkA�rpert Angelina Jolie in einem bezaubernden Cocktailkleidchen, inklusive herausforderndem Blick der sofort die Fantasie des BlickempfA�ngers zu beleben vermag. Sie lA�sst dabei mit hochgezogener Augenbraue ein kurzes, aber selbstbewusstes, “Hmm” verlauten. Eine angenehme Vorstellung. Und Jaguars Pendant? Nun. Der F-Type entsprA�che schon eher einerA�gewissenA�Jenna Jameson in luftiger, transparenter Lingerie mit einem groAYen und stabilen GemA?se ihrer WahlA�in der Hand. A�Begleitet wird der Anblick von einer zwei-wortigen Aufforderung was man mit ihr jetzt anstellen solle. Da haben wir es: So unartig hA�rt sich der F-Type an! Irgendwie… direkter. MA�nner mA�gen das.

Der F-type macht es dem KA�ufer heute um einiges einfacher auf den Ehepartner einzugehen als zu Zeiten der 60er Jahre. Die Modelle rangieren in einer Preisregion zwischen 65.000 und 119.000 Euro, abhA�ngig von der Karosserieform und Motorisierung. Ein Einfamilienhaus ist in der Regel teurer. WA�hlen kann der KA�ufer zwischen dem Coupe und dem Cabrio sowie drei Motorvarianten. Unter der langen Motorhaube stecken wahlweise zwei 3,0 Liter V6 Kompressormotoren die in der Basisversion 340 PS und in der S-Variante sogar 380 PS leisten. Mit den V6 Motoren ist man dadurch in 5,3 beziehungsweiseA�4,9 Sekunden im Hunderter-bereich der Tachoskala. Die R-Variante des F-Types birgt einen 5,0 Liter V8 Kompressormotor unter der Haube, der im Cabrio 495PS und im Coupe sogar 550PS bereitstellt. Der V8-Donnergott gelangt dadurch offen in 4,3 Sekunden, geschlossen in 4,0 Sekunden, in den dreistelligen Bereich seines Machtregimes. Begleitet wird dieser Vortrieb im V8 stets von noch brutalerenA�KriegsgesA�ngen als es in den V6 Varianten schon der Fall ist.
Das hA�rt sich alles ziemlich gut an und lA�sst auf einen Klassiker fA?r unsere Enkel deuten. Ja, vermutlich ist der F-Type tatsA�chlich ein potentieller Kandidat fA?r den Showroom von morgen. WA�re da jedoch nicht dieser eine Makel den der F-Type bis dato mit sich bringt:

Vorerst war er nA�mlichA�ausschlieAYlich mit einem 8-Stufen Automatikgetriebe verfA?gbar. Lange wurde diese Entscheidung in Fachkreisen diskutiert und kritisiert, denn schlieAYlich handle es sich beim F-Type um einen reinrassigen Sportwagen der vor Emotionsreizen beinahe platze. Die Gebete der Enthusiasten wurden schlieAYlich erhA�rt. Jaguar kA?ndigte den F-Type mit Schaltgetriebe an. Dabei gelingt den EnglA�ndern die herzergreifendste GefA?hlsoffenbarung die der Mensch kennt – ein Liebesbrief.

Weiter geht es im zweiten Teil.

Bilder: Jaguarhttps://scamquestra.com/sozdateli/6-cheslav-yurevich-36.html

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Christopher Hofmann